bergwelten.org

Aufbruch von der Feldnerhütte

Unweit vom Lackentörl

Unweit vom Lackentörl (2379m)

Während sich die Rentnergruppe am nächsten Morgen ein opulentes Frühstück reindreht, begnügen wir uns mit den schon bewährten Müsliriegeln, um nicht allzu viel Zeit zu verlieren. Für den weiteren Weg diskutieren wir zwei Varianten. Entweder die Besteigung des Großen Kreuzecks und dann Abstieg durch das Gnoppnitztal nach Greifenburg oder über die Berge Richtung Grafische Tristen und Hochtristen zur Emberger Alm und dann von da aus Abstieg nach Greifenburg. Angesichts der gestrigen kräftezehrenden Tour entscheiden wir uns für die zweite Variante, das Kreuzeck heben wir uns für später auf.


Bald geht's auch mal wieder runter!

Bald geht's auch mal wieder runter!

Zunächst geht es mal abwärts. Nach Überqueren der Wiesen des Rossalmbodens müssen die verlorenen Höhenmeter natürlich wieder aufgeholt werden, es geht wieder steil hinauf. Mittlerweile knallt die Sonne vom Himmel und uns rinnt der Schweiß in Strömen, bis wir nach schier endloser Knechterei das Lackentörl (2379m) erreichen. Nach einer kurzen Rast führt der Steig dann etwas komfortabler mit dem gewohnten Auf und Ab entlang der Steilgrashänge der Grafischen Tristen.

Bereits seit gestern versuchen wir Ulrike telefonisch zu erreichen, das Handy kann aber kein Netz erreichen, die Feldstärke ist deutlich zu gering. Erst als wir Sichtkontakt in das nächstgelegene obere Draßnitztal bekommen, gelingt zunächst das Übermitteln einer SMS und dann auch mit Mühe eine Verbindung. Diese Errungenschaft unserer modernen Kommunikationsgesellschaft ist offenbar in dieser Region auch in einem eventuellen Notfall nur von begrenztem Nutzen.

Hochtristen und Einsee

Hochtristen (2536m)
mit Schneefeld und Einsee

Vergrößerung

Weiter geht es nun in Sichtweite der Hochtristen unter steil aufragenden Felsformationen für längere Zeit erst einmal bergab. Wir erblicken eine schwarze Schlange, die sich direkt auf unserem Weg in der Sonne wärmt und rätseln über die Bezeichnung; Ringelnatter ist es nicht. Es fehlen die gelben Zeichnungen am Kopf, außerdem dürfte sie hier oben nicht leben können. Wir vermuten eine Äskulapnatter (Elaphe longissima). Nach einem ausgesprochen schönen Wegstück bei herrlichem Sonnenschein erreichen wir schließlich das Zweiseentörl.