| Heinrich-Hecht-Weg Expedition 2001 |
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![]() Unweit vom Lackentörl (2379m) |
Während sich die Rentnergruppe am nächsten Morgen ein
opulentes Frühstück reindreht, begnügen wir uns mit
den schon bewährten Müsliriegeln, um nicht allzu viel Zeit
zu verlieren. Für den weiteren Weg diskutieren wir zwei
Varianten. Entweder die Besteigung des Großen Kreuzecks
und dann Abstieg durch das Gnoppnitztal nach Greifenburg oder
über die Berge Richtung Grafische Tristen und Hochtristen
zur Emberger Alm und dann von da aus Abstieg nach Greifenburg.
Angesichts der gestrigen kräftezehrenden Tour entscheiden wir
uns für die zweite Variante, das Kreuzeck heben wir uns
für später auf.
![]() Bald geht's auch mal wieder runter! |
Zunächst geht es mal abwärts. Nach Überqueren der Wiesen des Rossalmbodens müssen die verlorenen Höhenmeter natürlich wieder aufgeholt werden, es geht wieder steil hinauf. Mittlerweile knallt die Sonne vom Himmel und uns rinnt der Schweiß in Strömen, bis wir nach schier endloser Knechterei das Lackentörl (2379m) erreichen. Nach einer kurzen Rast führt der Steig dann etwas komfortabler mit dem gewohnten Auf und Ab entlang der Steilgrashänge der Grafischen Tristen.
Bereits seit gestern versuchen wir Ulrike telefonisch zu
erreichen, das Handy kann aber kein Netz erreichen, die
Feldstärke ist deutlich zu gering. Erst als wir Sichtkontakt
in das nächstgelegene obere Draßnitztal bekommen, gelingt
zunächst das Übermitteln einer SMS und dann auch mit Mühe eine
Verbindung. Diese Errungenschaft unserer modernen
Kommunikationsgesellschaft ist offenbar in dieser Region auch
in einem eventuellen Notfall nur von begrenztem Nutzen.
![]() Hochtristen (2536m) mit Schneefeld und Einsee Vergrößerung |
Weiter geht es nun in Sichtweite der Hochtristen unter steil
aufragenden Felsformationen für längere Zeit erst einmal
bergab. Wir erblicken eine schwarze Schlange, die sich direkt auf
unserem Weg in der Sonne wärmt und rätseln über die
Bezeichnung; Ringelnatter ist es nicht. Es fehlen die gelben
Zeichnungen am Kopf, außerdem dürfte sie hier oben nicht
leben können. Wir vermuten eine
Äskulapnatter (Elaphe longissima).
Nach einem ausgesprochen schönen Wegstück bei herrlichem
Sonnenschein erreichen wir schließlich das
Zweiseentörl.
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