| Heinrich-Hecht-Weg Expedition 2001 |
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Nach tagelangem Warten auf geeignetes Wetter, verspricht nunmehr der Wetterbericht einige schöne Tage ohne Gewitterneigung. Die Tage im Basislager konnten seelisch nur mit dem verkraftet werden, was Küche und Keller zu bieten hatten (Empfehlenswert: Selbst gesuchte Kraterelle in Knoblauchsahnesauce an Spaghetti, Salatbeilage. Passend dazu: un fiasco di Chianti Aldinori).
Bei sengender Hitze quetschen wir uns mit Kind und Kegel in den Golf. Ulrike peitscht den Wagen die Berge hinauf wie Jutta Kleinschmidt den Mitsubishi durch die Wüste. Die Strecke vom Millstätter See zum Kraftwerk Nigglai ist einigermaßen gut befahrbar und wird von Ulrike trotz einiger Schikanen dank jahrelanger Bergerfahrung souverän gemeistert. Erfreulicherweise kotzt uns bei der kurvenreichen Fahrt auch kein Kind den Wagen voll. Positiv auch, dass uns auf der schmalen Piste kein mit Baumstämmen beladener Lkw entgegenkommt.
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Am Startpunkt (ca. 1300m ü. NN) angekommen verabschieden wir uns von den Dreien nicht ohne die mehrmalige Beteuerung, dass wir uns oben im Hochgebirge sehr vorsehen werden und auch heil wieder zurückkommen wollen. Den Kindern Robin (4) und Nils (5) versprechen wir Gold und Edelsteine mitzubringen, falls wir welche finden sollten (die später tatsächlich mitgebrachten Glitzersteine waren dann auch nicht schlecht).
Wenig später schon unterwegs kommt uns dann noch der
Gedanke, was denn wohl passieren würde, wenn Ulrike mit
den Kindern im Auto hier am Berg auf halber Strecke liegen
bleibt. An ihr Handy hatte nämlich keiner gedacht, es
lag wohlbehalten zu Hause.
"Just do it", das Motto unserer Tour nimmt
Kon sogleich wörtlich, rennt los wie eine Bergziege und
kann nur mühsam gebremst werden. Die Kräfte werden
wir noch brauchen!
![]() Pause unter Lärchen |
Zunächst geht es am Nigglai-Bach entlang durch den
Wald sanft bergan. Nach einiger Zeit lassen wir den Wald hinter
uns und passieren einige Alm- und Jagdhütten. In 1714m
Höhe am Ende des Nigglaitals haben wir die Ambros Alm
erreicht, von hier führt der Steig nun steil die
Almweisen hinauf. Wir asten in der Hitze das mittlerweile
bleischwere Gepäck mit Zelt, Schlafsäcken,
reichlichem Wasservorrat usw. die jetzt immer steiler
werdenden Hänge hinauf. Kleine Unterschiede zu den
Wanderungen in der Lüneburger Heide machen sich bemerkbar.
Das von uns so treffend gewählte Motto verliert angesichts
der Plackerei etwas an Glanz.
In einem kleinen Wäldchen unter duftenden Lärchen
machen wir erst mal Pause, genießen die Ruhe und das
sommerliche Wetter und stärken uns mit Broten und
Müsliriegeln.
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Vorn im Bild unser Expeditionsteilnehmer Paule, ein hochrangiger
Repräsentant des 'Freizeit-Camp-Nordheide e.V.'
im attraktiven Vereins-Outfit. Leider können wir zu diesem
preisgünstigen und sehr schön in der Lüneburger Heide
gelegenen Campingplatz keinen Link anbieten, da derzeit vom Vorstand
noch Erkundigungen eingezogen werden, was ein Computer ist und ob ein
Internetz ausschließlich zum Fischfang dient.
(Anm.: Offenbar mit Erfolg, denn der
Campingplatz Garlstorfer Forst
ist mittlerweile online!)
Scheinbar noch steiler wird nun der Weg und führt über
Almwiesen mit nur noch vereinzeltem Baumbestand. Nachdem wir die
letzten Meter fast senkrecht gegangen sind, erblicken wir direkt
über uns im Himmel die Salzkofelhütte.
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